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Planetenklänge und Sphärenharmonie

Von Pythagoras zur Raumsonde Cassini


Angefangen bei uralten spirituellen Lehren bis hin zum neuesten Stand der Quantenphysik wird derselbe Schluss gezogen: Das Universum ist Klang. Klang benötigt zur Entstehung zwei Komponenten, nämlich Raum und Zeit. Wenn man dem Klang die Zeit nimmt, verstummt er. Wenn man der Schallwelle den Raum zur Ausbreitung nimmt, bleibt sie unhörbar. Auch das Universum benötigt diese beiden Komponenten. Daraus lässt sich schließen, dass das Universum im Grunde aus Klang besteht.


Im Jahr 2004 hat die Raumsonde "Cassini" faszinierende Klänge des Planeten Saturn aufgezeichnet. SPIEGEL ONLINE veröffentlichte damals den Artikel: „Kosmisches Konzert - Raumsonde hört Gesang des Saturns“. Diese sphärischen Klänge erinnern an den Gesang von Delfinen und an ein schlagendes Herz. Mit unseren Ohren können wir sie nicht hören, aber die Astronomen haben sie durch Messungen unzweifelhaft nachgewiesen.


Schon der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras sprach um 550 v. Chr. von einer Sphärenmusik. Bei seiner Idee der „Himmelsharmonie“ handelt es sich um Töne, die von den Planeten bei ihren gleichförmigen Kreisbewegungen erzeugt werden und zusammen einen kosmischen Klang ergeben. Nach Pythagoras ist dieser kosmische Klang für uns unhörbar, weil er ununterbrochen erklingt und uns nur durch den Gegensatz zwischen Klang und Stille zu Bewusstsein kommen könnte.


Fast zweitausend Jahre später führten wissenschaftliche Forschungen Johannes Kepler (1571 – 1630) zu der Erkenntnis, dass die Bewegungen der Planeten durch Zahlenverhältnisse bestimmt werden, welche sich in den Harmonien der Musik wiederfinden. Im Buch „Harmonices Mundi“ beschreibt er den Kosmos als „Großes Ganzes“, in dem es ewige Gesetzmäßigkeiten gibt, die in Raum und Zeit immerwährende Harmonie ermöglichen.


Der Schweizer Musikwissenschaftler, Astrologe, Natur- und Kulturforscher Hans Cousto (geb. 1948) verfolgte in den 1970er Jahren den Gedanken der „Sphärenharmonie“ weiter. Er ordnete den Rotationszeiten, Umlaufperioden und Bahngeschwindigkeiten unserer Planeten musikalischen Töne und Intervalle zu. So entstanden die Planetentöne, nach denen die Stimmgabeln für die Phonophorese gestimmt sind.


Da die errechneten Planeten-Frequenzen im Infraschall-Bereich und somit unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegen, müssen sie so lange verdoppelt (oktaviert) werden, bis sie „hörbar“ sind. Demnach wird der Mars dem Ton D zugeordnet, Venus dem A, Uranus einem Gis, Jupiter dem Fis usw. Die Erde schwingt auf 136,10 Hz (= CIS) und ist den Farben blau-grün zugeordnet. Bei der Nutzung des Erdtones berichteten die Probanden vom Erleben eines „kosmischen Bewusstseins und Momenten des Gefühls den Einssein“.


Heute wissen wir, dass alle physikalischen Prozesse einer mathematischen Ordnung folgen. Und der Mensch als Teil dieses großen Ganzen unterliegt ebenfalls dieser kosmischen Gesetzmäßigkeit.

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