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O quam mirabilis
Die liturgisch-gregorianische Gattung des Antiphon fungiert oft als kurzer Gesangsabschnitt, der vor oder nach einem Psalm oder Hymnus steht und zentrale theologische Bilder bündelt. Hildegard verwendet sie gerne im Kontext ihrer Hymnen und Sequenzen.
„O quam mirabilis“ fasst das zentrale Motiv des Wunderbaren im Göttlichen zusammen, und zwar die Erkenntnis seiner Schöpfung, Allmacht und Gegenwart. Die schlichten Zwischenspiele des Koto-Monochordes geben Zeit, die ausgeschmückte Melodie und ausdrucksstarken Bilder im Mittelalter-Latein wirken zu lassen.
Text: O quam mirabilis est praescientia divini pectoris, quae praescivit omnem creaturam. / O wie wunderbar ist das Vorherwissen im göttlichen Herzen, das vorausweiß jedes Geschöpf.
