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Das Unterbewusstsein - Schatzkammer ungenützter Ressourcen



In allen Kulturen der Welt versetzte man sich schon zu allen Zeiten in Trance, um mehr Informationen zu erhalten, als das der Alltag zulässt. Besonders für Heilzwecke scheint der Trancezustand wirksam zu sein. Eine wichtige Eigenschaft der Trance ist die sogenannte Dissoziation, wobei unbewusst Teile der Person abgespalten werden. Zum Beispiel kann die Scherzempfindung abgekoppelt sein oder auch das Blutbild, der Blutdruck oder einzelne Hormone. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Trance eine natürliche Eigenschaft eines jeden Menschen ist.


Neben Schlaf, Traum und dem Wachbewusstsein ist die Trance ein weiterer Wahrnehmungszustand. Sie kann spontan auftreten oder durch besondere Maßnahmen eingeleitet werden. Immer wieder berichten Menschen beispielsweise, dass sie während langer Autofahrten in eine Art Trancezustand gleiten, wobei alle notwendigen Aufmerksamkeit und die Steuerung des Autos automatisch ablaufen – wie bei einem Autopiloten.


Sicherer ist eine Tranceeinleitung unter kontrollierten Bedingungen zu Hause oder an einem Wohlfühlort. Dabei ist man tief entspannt, die Augen sind geschlossen, das Empfinden ist ganz nach innen gerichtet und man ist passiv aufmerksam für einfließende Informationen. Am leichtesten kann Trance durch Meditation erreicht werden. Meditation heißt aus dem lateinischen meditari übersetzt „zum Zentrum bewegen“. Dann können Inhalte bearbeitet werden, die mit dem Alltagsbewusstsein nicht erreicht werden können.


Das Wichtigste am Trancezustand ist aber wohl die Befreiung von den vom Ich angewöhnten, angelernten und konditionierten Vorurteilen und Einstellungen – dem unterbewussten Zensor. Das ist die unbedingte Voraussetzung dafür, neue Wahrnehmungen zu ermöglichen und Dinge zu beeinflussen, die ansonsten tabu sind. Der Abbau des Zensors öffnet das Tor für jede Art von Suggestion mit Veränderung der Wahrnehmung, des Gedächtnisses, der Motivation und des Gefühls der Selbstkontrolle unter Umgehung des Ichs.


Der französische Apotheker Émile Coué (1857 – 1926), der sich eingehend mit der Hypnose befasste, wusste, dass jeder Mensch sich selbst durch Autosuggestionen heilen könne. Er überreichte die Medikamente seinen Kunden mit positiven Kommentaren und stellte fest, dass sich dann deren Wirkung verstärkte. Heute kennen wir diesen Effekt als Placebo (lateinisch = „ich werde gefallen“).


Auf seinen vielen Vortragsreisen stärkte der keck blickende Herr mit Melone die Zuhörer, machten ihnen ihre eigenen Heilkräfte bewusst und wollte möglichst vielen Menschen beibringen, wie sie sich selber helfen konnten. Sein erfolgsversprechender Ansatz basiert auf zwei Grundgedanken:


1. Jeder Gedanke in uns ist bestrebt, verwirklicht zu werden.

2. Nicht unser WILLE, sondern unsere EINBILDUNGSKRAFT, also die Fähigkeit, sich etwas glauben zu machen, ist die bedeutsamste Eigenschaft in uns.


Er erkannte als erster Mediziner, dass beim Großteil aller Leiden die psychische Komponente die körperliche überlagere und auch noch erhalten bliebe, wenn die körperlichen Symptome längst verschwunden waren. Als Begründer der modernen Autosuggestion wusste er, dass alle Lebensvorgänge vom Unterbewussten gesteuert und in Richtung Heilung beeinflusst werden können.


Im hypnotischen Trancezustand können die Ressourcen, die im Unterbewusstsein existieren, nutzbar gemacht werden. Das setzt nicht nur zwei Grundfaktoren voraus, nämlich Glaube und Vertrauen. Alle Suggestionen sind unwirksam, wenn sie nicht mit eigener Vorstellungskraft, Visualisierung und Imagination umgesetzt werden. Dann haben wir Zugriff auf ein riesiges Potential an Information und Energie und können ungeheure Leistungen vollbringen.





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