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Klang und Schöpfung

Aktualisiert: 8. Juli 2022

Um dem umfangreichen Thema der Klänge, Schwingungen und Energien im ersten Blog-Eintrag den gebührenden Respekt zu erweisen, möchte ich ganz am Anfang beginnen...


Die Erschaffung der Welt in spirituellen Traditionen


In beinahe allen bekannten Kulturen und spirituellen Traditionen findet sich die Vorstellung, dass es einen universellen Klang gibt.


In Indien wurde der ursprüngliche Klang Nada genannt, der Urton. Im orientalischen Raum nennt man Gott „Nada Brahma“, was so viel bedeutet wie „Klang-Schöpfer“, und die erschaffene Welt wird als der Gesang bzw. der Atem Gottes angesehen.


In den Upanishaden, der ältesten Überlieferung indischen Denkens, sagt Brahma, der Weltenschöpfer: „Ich bin der Schöpfer, der Schoß der Welt, bin der einzige Herr, bin anfangsloses höchstes Wort.“


In der hinduistischen Mythologie war Krishnas Flöte das Symbol für den Klang der Schöpfung und in den vedischen Lehren ist OM der Klang, der alle Dinge ins Leben rief.


Im Koran ist das erste Wort fa-yakun, was „Sei!“ bedeutet, und alles trat in die Existenz.


Die Schöpfungsgeschichten der Aborigines sprechen von einer Zeit, zu der es von jeder Tiergattung nur je ein Exemplar auf der Erde gab. Jedes dieser Geschöpfe sang sein eigenes Lied und ermöglichte so die Schöpfung anderer Exemplare der gleichen Gattung.


In einem indianischen Mythos erschuf Gott die Welt, indem er sprach: „Ich werde dreimal singen und dreimal rufen.“ Dann sang und rief er dreimal, stieß die Erde und Wasser kam hervor.


In der mexikanischen Mythologie war der Schöpfer stumm. Als sein Wunsch aber so stark wurde, die Welt zu erschaffen und er nicht mehr schweigen konnte, sang er: „Die Welt soll sein!“ und die Welt entstand.


Die Sufis nennen den Urton saute surmad, „Klang der Quelle aller Offenbarung“. Der Gründer des internationalen Sufi-Ordens Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927) sagt, dass auch Mohammed diesen Ton in den heiligen Höhlen von Gare Hira hörte.


Im Anfang war das Wort


Auch in der Bibel war Klang der Ursprung allen Seins. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.“, lauten die ersten 3 Sätze aus Johannes-Evangelium. Das ganze Universum ist aus dem Wort, also dem Klang entstanden. Klang schuf die Welt und den Menschen.






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